Bei Bauteilen, die auf hohe Festigkeit ausgelegt sind, werden in der Automobilindustrie vorwiegend aushärtbare Legierungen eingesetzt, da diese bei der Wärmeeinwirkung durch den Karosserie-Lackierprozess einen erwünschten Festigkeitsanstieg zeigen. An dieser Stelle besteht jedoch weiterer Entwicklungsbedarf. Einerseits werden die Lackiertemperaturen aus Energie und Kostengründen deutlich verringert, darüber hinaus sind jedoch noch höhere Festigkeiten am fertigen Bauteil gefordert. Die bislang eingesetzten Aluminiumlegierungen sind hier überfordert. Der Markt verlangt somit eine aushärtbare Legierung, die die genannten gegenläufigen Forderungen aus Wärmebehandlung und Festigkeit erfüllt und dabei volle Kompatibilität mit den etablierten Verarbeitungsprozesen aufweist und keine Einschränkung der Gebrauchseigenschaften wie z.B. Korrosionsbeständigkeit nach sich zieht. Mit der neu entwickelten Legierung 6981 ist AMAG auf diese Forderung perfekt vorbereitet. Im Vergleich zur "klassischen" aushärtbaren Legierung 6016 lassen sich bei unveränderten Kunden-Verarbeitungsprozessen etwa 20 % höhere Festigkeiten am Bauteil erzielen, ohne Kompromisse bei Umformbarkeit, Schweißbarkeit oder Korrosionsbeständigkeit. Das erfordert eine eng tolerierte Prozesskontrolle in Bezug auf Legierungsanalyse und spezielle Walz- und Wärmebehandlungen. Die integrierte Halbzeug-Fertigung am Standort AMAG Ranshofen gewährleistet eben diese Prozess-Sicherheit. Der Automobil-Konstrukteur kann somit eine weitere Gewichtsreduktion oder auch eine optimierte Crash-Performance umsetzen.


